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Straßenfest "Nienhagen ohne Rechtsrock" am
28.06.2014
Keine Begleitmusik
zu
Hass und Gewalt
in
Nienhagen
Seit mehreren Jahren spielt sich in den Sommermonaten in Nienhagen bei Halberstadt das gleiche Szenario ab. Hunderte Neonazis (zur "European Skinhead Party" am 26.05.2012 waren es 1.600 bis 1.800 Personen) strömen in unser kleines 380-Seelen-Dorf, um hier ihrer rassistisch-faschistischen "Musik" zu lauschen und ihrem Kult zu frönen.
Auch wenn sich die Neonazis alle Mühe für den Eindruck geben, zum "ganz normalen, demokratischen Meinungsspektrum" zu gehören, entlarven Verhalten und Diktion dieser Personen deutlich, dass deren vordergründiges Vorgehen eine gänzlich andere Zielrichtung verfolgt.

Nur ein Großaufgebot an Polizei, für welches regelmäßig 400 - 500 Mann erforderlich sind, verhindert, dass die Situation im Ort eskaliert und sich die Straftaten in Grenzen halten. Nienhagen ist dabei letztlich Sammelpunkt für latent gewaltbereite Rechtsextreme.

Wenn schon die eingesetzten Ordner durch Handgranaten auf ihren Ordnershirts glänzen, braucht es letztlich keine weitere Erläuterung.
Besucher der Rechtsrockkonzerte, teilweise in szenetypischer "Uniform".
Unmissverständlich: "Kill, Baby, Kill"-Aufschrift (belgische Szene-Band) auf dem T-Shirt.
Photo:STH
Die Atmosphäre der Angst und der Einschüchterung soll in Nienhagen dabei ganz bewusst geschaffen werden, um Widerstand bereits im Keim zu ersticken.
Kompetent in Sachen Sicherheit?: Die eingesetzten Nazi-Ordner des Konzertes tragen "Honour & Pride"-T-Shirt's mit der Aufschrift "Frontline Fighter" und dem Bild einer Handgranate. Photos:STH
T-Shirt mit "Freiheit für Erich Priebke", einem Kriegsverbrecher, der 1944 in Italien an der Erschießung von 330 unschuldigen Zivilisten beteiligt war.
Daneben: "Wo wir sind brennt die Luft."
Photo:STH
Während in der Vergangenheit die Bürger von Nienhagen aus Angst vor den braunen Massen geschwiegen haben, ist zwischenzeitlich ein Punkt erreicht, an dem dieses Treiben nicht mehr kommentarlos hingenommen wird. Die Nienhagener sind es leid, dass ihr Dorf regelmäßig in eine Art Belagerungszustand verfällt.
Sie sind es auch leid, dass durch diese Umtriebe ihr Dorf und damit die Einwohner in die "rechte Ecke" gedrängt werden.
Nienhagen ist nicht "Nazihagen".




Alle Fotos vom Konzert am 26.05.2012.